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Vorhang auf für 'Max': Metas geheimer 48-Kilo-Droide will deine Wäsche falten

2026-10-31Lesezeit: 4 min
Vorhang auf für 'Max': Metas geheimer 48-Kilo-Droide will deine Wäsche falten

Wer dachte, Mark Zuckerberg begnüge sich damit, Browserdaten auszuwerten, VR-Brillen anzupreisen oder uns weiszumachen, beinlose Cartoon-Avatare seien die Zukunft der Arbeit, hat die Rechnung ohne das Silicon Valley gemacht. Meta hat beschlossen, dass Software allein nicht reicht: Es wird Zeit, den KI-Modellen echte Hände und Beine zu verpassen und sie direkt in dein Wohnzimmer zu schicken.

Berichten von The Information und Reuters zufolge hat Meta in den vergangenen Monaten im Geheimen an einem humanoiden Roboterprototypen mit dem Codenamen „Max“ gefeilt. Die Maschine entstand in Rekordzeit in Zusammenarbeit mit dem Shanghaier Robotikunternehmen Fourier Intelligence und soll als physischer Körper für Metas multimodalen KI-Assistenten Muse dienen.

🤖 Anatomie eines Social-Media-Androiden

In nur rund 90 Tagen bauten Meta-Ingenieure direkt im Werk in Shanghai einen erstaunlich ausgereiften Prototypen zusammen:

  • Kompakte Statur: Max ist rund 1,50 Meter groß und wiegt schlanke 48 Kilogramm. Damit wirkt er im engen Hausflur deutlich weniger bedrohlich als ein zwei Meter hoher Fabrikroboter.
  • Nvidia Jetson Thor an Bord: Im Inneren arbeitet Nvidias hochmoderner Jetson-Thor-Chip, der Server-Rechenleistung direkt an die Edge bringt, um Kamerasensoren, Tiefenkarten und Raumphysik in Echtzeit zu berechnen.
  • Interaktives Bildschirmgesicht: Keine gruselige Silikonmaske, sondern ein gewölbtes Display, das freundliche Comic-Grimassen schneidet, ergänzt durch Lautsprecher in der Brust für lockere Konversation.
  • Feinfühlige Fünf-Finger-Hände: Speziell entwickelt für Haushaltsaufgaben, um empfindliche Gläser zu halten, Kleidung zu sortieren und Besteck abzuräumen, ohne Scherben zu hinterlassen.

Zwar betont Meta nach außen hin pflichtschuldig, Max sei lediglich ein internes Forschungsprojekt ohne unmittelbare Verkaufsabsichten, doch die Entwickler schrauben bereits mit Hochdruck an Max 2. Die zweite Generation soll einen überarbeiteten Torso, noch flexiblere Finger und verbesserte Tiefensensoren erhalten – nicht zuletzt, damit der mechanische Helfer beim Treppensteigen nicht das Gleichgewicht verliert.

Die Marschrichtung von Zuckerberg und CTO Andrew Bosworth ist eindeutig: „Embodied AI“. Selbst die klügste Sprach-KI im Browser kann weder die Spülmaschine ausräumen noch den verlegten Autoschlüssel unter dem Sofa hervorholen. Erst wenn logisches Denken mit Motoren und Gelenken verschmilzt, wird aus dem Chatbot ein echter Haushaltsbutler.

🛋️ Wenn der Algorithmus nachts in der Küche steht

Einen mit Mikrofonen und 3D-Kameras vollgestopften Droiden eines Werbekonzerns in die eigenen vier Wände zu lassen, wirft freilich pikante Alltagsfragen auf:

Man stelle sich vor, man schleicht nachts um 3 Uhr im Halbschlaf zum Kühlschrank, und im Flur steht ein 48-Kilo-Droide, der mit leuchtendem Emoji-Grinsen säuselt: „Du hast heute deine Instagram-Reels-Quote noch nicht erfüllt. Darf ich dir beim Handtuchfalten gesponserte Beiträge vorlesen?“

Ob Max nun zum Serienprodukt reift oder ein Kuriosum im Prototypenmuseum bleibt: Das Rennen um den bezahlbaren humanoiden Haushaltsgehilfen läuft auf Hochtouren. Man sollte vor Inbetriebnahme nur vorsichtshalber die Datenschutzeinstellungen überprüfen.

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