Sweet Child O' Slither: Neue Regenwaldschlange nach Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash benannt
Was haben weltberühmte Gitarrenriffs, ein markanter schwarzer Zylinderhut und tropische Reptilien gemeinsam? Weitaus mehr, als man vermuten würde. In einer im Fachblatt Zootaxa veröffentlichten Studie stellte ein Forscherteam eine neu entdeckte, 71 Zentimeter lange, nachtaktive Bodenschlange aus den Bergregenwäldern Papua-Neuguineas vor: Lielaphis slashi – offiziell benannt nach dem ikonischen Gitarristen der Hard-Rock-Band Guns N' Roses, Saul „Slash“ Hudson.
Während viele Alt-Rocker ihren Ruhestand mit Gerichtsstreitigkeiten oder eigenem Tequila verbringen, engagiert sich Slash seit Jahrzehnten leidenschaftlich für Reptilien. Er sitzt im Vorstand der Zoologischen Gesellschaft von Los Angeles, sponsert Naturkundemuseen und wirbt weltweit für den Artenschutz bedrohter Schlangen. Die Wissenschaft revanchierte sich nun mit dem ultimativen Tribut: taxonomischer Unsterblichkeit.
🎸 Steckbrief einer echten Rock-Bodenschlange
Zwar trägt sie keine Lederjacke und raucht nicht Kette, aber Lielaphis slashi hat definitiv eine eigene Bühnenpräsenz:
- Der Rockstar-Look: Eine elegante rötlich-braune Färbung auf dem Rücken, abgesetzt von einer makellos cremefarbenen Bauchseite.
- Nachtschicht im Club: Strikt nachtaktiv schläft sie tagsüber unter modernden Baumstämmen und streift erst nach Sonnenuntergang zwischen den gewaltigen Brettwurzeln des Regenwaldes umher.
- Völlig harmloser Solist: Die Schlange ist absolut ungiftig, für Menschen völlig ungefährlich und ernährt sich friedlich von wirbellosen Tieren des Waldbodens.
- 20 Jahre im Archiv gewartet: Erste Exemplare wurden bereits 2006 gesammelt; erst moderne DNA-Sequenzierungen von Sara Ruane am Chicagoer Field Museum bewiesen, dass es sich um eine eigenständige 20. Art der Gattung handelt.
Neue Arten nach Prominenten zu benennen, wirkt mitunter wie ein PR-Trick. Doch Herpetologen betonen, dass Slash sich diesen Namen redlich verdient hat: Zu Hause hält und pflegt er seit jeher Dutzende gerettete Boas und Pythons und nutzt seine Popularität, um für oft gefürchtete und missverstandene Kaltblüter zu werben.
🐍 „Welcome to the Jungle“ ganz wörtlich
Als Axl Rose sang „Welcome to the jungle, we've got fun and games“, ahnte niemand, dass Slash im Unterholz tatsächlich Schlangen hinterherkroch. Mehr Naturverbundenheit geht in der Geschichte des Hard-Rock kaum.
Neben der amüsanten Schlagzeile verdeutlicht der Fund, wie reich und unerforscht die Artenvielfalt Neuguineas nach wie vor ist. Und auch wenn Lielaphis slashi kein Gitarrensolo spielen kann: Im Stammbaum des Lebens schleicht die Rock-Legende nun für alle Ewigkeit durch den Regenwald.
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